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Venezuela Drucken E-Mail
Geschrieben von: An@Xan   
Samstag, 05. April 2008 um 08:04 Uhr

VenezuelaDiese Reise hat uns nach Südamerika, nach Venezuela verschlagen. Warum gerade dorthin, wissen wir auch nicht. Ausschlaggebend war wohl, dass wir einfach weit weg und unsere Ruhe haben wollten.

Von Frankfurt brachte uns eine Boing 767 nach Porlamar. Dies ist sozusagen die „Hauptstadt“ der venezolanischen Insel Isla Margarita, welche (wie manch andere exotische Insel auch) als „Perle der Karibik“ gilt.

Die ersten Einblicke in die Landschaft zeigten uns allerdings ziemlich viel Müll links und rechts der Straßen, der wohl offenbar genauso regelmäßig aus den alten Rostlauben von Autos wie in die Mülltonne fliegt.

 

 

Hotel Barcelo Dunes Beach Resort

Venezuela - Isla Margarita - KüsteVenezuela - Isla Margarita - Wellen bei Sturm
Küste Isla Margarit sturmgepeitschtes Meer
Quartier bezogen wir im Hotel Barcelo Dunes Beach Resort an der Playa Pedro Gonzalez. Im Gegensatz zu Urlaubern, die sich für preiswertere Hotels an anderen Küstenabschnitten entschieden hatten, waren wir mit diesem Hotel äußerst zufrieden. Zwar waren die Zimmer etwas hellhörig und nicht unbedingt komfortabel eingerichtet, aber es gab ja auch keinen Anlass, unsere Zeit im Zimmer zu verbringen.

 

Die Anlage war sehr gepflegt, der Service erstklassig, der hoteleigene Strand mit badewannenwarmem Wasser nicht zu überlaufen.

Da zur Zeit unserer Anwesenheit gerade Ausläufer eines Sturmgebietes über Mexiko die Insel streiften, hatten wir zwar vorübergehend Badeverbot, die extrem hohen Wellen waren jedoch ein selten schönes Erlebnis, welches sogar von den Einheimischen bestaunt wurde.

 

 

Vom Hotel aus konnte man natürlich auch verschiedene Ausflüge buchen

Venezuela - Canaima Tafelberg
Tepui Tafelberge
Venezuela - Canaima Sapo und Sapito  Wasserfall
Wasserfälle Sapo und Sapito
Venezuela -  Canaima Sapo Wasserfall
nach hinterquerten Wasserfall

Wir entschieden uns zuerst für einen Flug in den Nationalpark Canaima im Südosten des Festlandes. Diese Gegend wird auch Gran Sabana genannt und ist ein großes Dschungel- und Savannengebiet mit den Tepui Tafelbergen und Wasserfällen. Einen beeindruckenden Regenwald mit einer Vielzahl verschiedenartiger exotischer Blumen und Pflanzen galt es hier zu entdecken..

Das kleine Flugzeug der Gesellschaft LTA sah nicht unbedingt vertrauenswürdig aus, aber man geht ja immer davon aus, dass einem nichts passiert... Der Blick aus dem Fenster zeigte uns außer klapprigen Nieten in den Tragflächen zunächst das Orinocco Regenwaldgebiet, schließlich kreisten wir durch die Tafelberge Canaimas, um den Angel Fall, den mit 1005m höchsten Wasserfall der Welt, aus der Nähe zu betrachten.

Die Landung erfolgte schließlich auf einer Sandpiste im Dschungel. Nach kurzer Wanderung zur Lagune folgte eine Fahrt mit dem Long-Boot, vorbei an den Wasserfällen Sapo und Sapito, zum anderen Ufer.

Im Rahmen einer anschließenden Dschungelwanderung beobachteten wir interessante Pflanzen und Tiere (z.B. eine Gottesanbeterin) und passierten weitere Wasserfälle, einschließlich Naturdusche. Ein besonderes Erlebnis für uns war, nur bekleidet mit Badesachen, hinter dem Wasserfall auf einem schmalen Felsvorsprung entlangzulaufen, während nur einen Meter neben uns die Wassermassen tosend in die Tiefe stürzten.

Der Ausflug war insgesamt grandios, es würde sich durchaus lohnen, mehr Zeit als nur ein paar Stunden in Canaima zu verbringen (z.B. im Rahmen einer Rundreise).

Des weiteren entschieden wir uns noch für eine Jeep-Safari über Isla Margarita. Dabei konnten wir insbesondere die Kontraste beider Teile der schmetterlingsförmigen Insel, speziell die wüstenartige Vegetationsform der Halbinsel Macanao, ferner verschiedenste Strände und Panorama-Blicke erleben.

 

Venezuela - Isla Margarita - SonnenuntergangVenezuela - Isla Margarita - Sonnenuntergang
Sonnenuntergang Isla Margarita

An einem Tag nahmen wir uns auch mal ein Taxi, um zu einem Einkaufsbummel nach Porlamar zu fahren. Beim Gang durch die Geschäfte hatten wir aber schnell den Eindruck, dass die Preise nicht so günstig wie angekündigt waren. Durch aufdringliche Anbieter, potentielle Diebe und die resultierende Notwendigkeit, seine Sachen stets unter Kontrolle zu haben, erschien uns das ganze auch schnell zu stressig, so dass wir die ganze Aktion ohne irgend eine Trophäe abbrachen.

 






Fazit:


Insgesamt war Venezuela ein absolut toller Urlaub, wir würden noch einmal hin fahren, wenn es nicht noch so viele andere tolle Ziele gäbe...

Max Steinwald -   Grafikdesign und Fotografie

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