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Dieses mal war das Ziel unserer Reiselust die Karibik, speziell Jamaika als drittgrößte Insel der Großen Antillen. Von Frankfurt a.M. ging es im Direktflug nach Montego Bay. Von hier aus, nachdem wir in den Mangrovensümpfen des Great River unterwegs waren, führte uns unsere Reiseroute über Black River, nach Port Antonio, natürlich nicht ohne einen Stop am Bob Marley Museum in Kingston, der Hauptstadt Jamaikas, zu machen.
Frenchman's Cave, Dunn's River Falls und Ocho Rios waren unter anderem weitere Stationen auf unserem Weg, ehe wir wieder Montego Bay erreichten.
1.Tag: Ankunft in Montego Bay
Von Frankfurt starteten wir mit einer Boing 767 Richtung Montego Bay. Etwas außerhalb an der Küste gelegen befand sich unser erstes Hotel, das „Sahara de la mer“, welches auf den ersten Blick ganz nett aussah. Nach Benutzung des WCs (und resultierender Bad-Überschwemmung) änderte sich das Urteil schon etwas. Nachdem eine Reklamation mühsam war (die dicke Mutti hinter dem Tresen wollte uns verdächtig lange nicht verstehen), bekamen wir frustig den Schlüssel für ein anderes Zimmer hingeworfen. In diesem ging schließlich, außer an einer alten Schreibtisch-Lampe, kein Licht an. Wir arrangierten uns mit der Situation, zumal das Quartier ja nur für eine Nacht sein sollte. Wie sich nachher herausstellte, gab es offenbar auch gar kein Zimmer ohne gravierenden Mangel, die Außen-Anlagen waren herunter gekommen, Personal traf man kaum...
2. Tag: Montego Bay - Great River - Black River
 |  |  | | Bambus | Kanonenkugelbaum | Mangrovensumpf |
Froh, das Hotel wieder verlassen zu dürfen, begannen wir mit etwa 20 anderen Reisenden die Bus-Rundreise. Die Fahrt führte zunächst über Long Hill, vorbei an Orangen-Plantagen zur Belvedere Plantage. Es folgte eine Wanderung entlang des Great Rivers, schließlich durch einen Botanischen Garten. Besonders beeindruckend waren die meterhohen, saftig grünen Bambuspflanzen (welche in 6 Monaten etwa 20 Meter hoch wachsen sollen). Am Nachmittag war eine Bootsfahrt durch die Mangrovensümpfe des verzweigten Great River angesagt. Neben großen Krokodilen (für deren Fütterung wir die Hühnerknochen von unserem Mittagessen aufgehoben hatten) und Krabben sahen wir verschiedenste Vögel. Am späten Nachmittag quartierten wir uns im Hotel Invercauld in Black River ein, wo die Qualität der Unterkunft, des Essens und Services schon ein wesentlich besseres Feeling zustande kommen ließen. Hier schmeckte endlich auch das erste Bier!
3.Tag: Black River - Kingston
 |  | | Bambus Avenue | alte Destille in der Rumfabrik |
Heute ging´s über die Bambus-Avenue, eine 7 km lange, von Bambus gesäumte Allee, zur Rumfabrik „Appleton Rum Estate“. Im Rahmen eines ausführlichen Rundganges erfuhren wir Interessantes über die Rum-Herstellung (z.B. dass das Anfangsgebräu von Zuckerrohr und Hefe lediglich einen Alkoholgehalt von 8% hat, der in der Destille auf 70% steigt, dann folgen Lagerung und Verschnitt, wobei die Lagerung in den Holz-Fässern zur braunen bzw. eine kürzere Lagerung zur weißen Farbe des Rums führt). Weiter ging es erst, nachdem wir möglichst alle der 18 verschiedenen Sorten (auch den 70%-igen Overproofed) gekostet hatten. In etwas gelösterer Stimmung fuhren wir weiter in die Hauptstadt Kingston. Nach kurzer Stadtbesichtigung checkten wir im Hotel Four Seasons (deutsche Leitung, rustikale Bar) ein.
4.Tag: Kingston - Blaue Lagune - Port Antonio
Nach Foto-Stop am Bob Marley-Museum fuhren wir in den Kingstoner Stadtteil Beverly Hills, wo wir einen fantastischen Panorama-Blick über die Stadt hatten.
 |  | | Castletons Garden | Botanischer Garten |
Dann ging es durch die Ausläufer der Blue Mountains über Stony Hill zum Botanischen Garten „Castletons Garden“, wo sich verschiedene seltene Palmenarten befinden. Neben diesen befanden sich dort aber auch aufdringliche Einheimische, die sich ihren Verdienst auf ihre Weise (Foto-Gebühren, Holzrasseln usw.) einzufordern versuchten, was die innere Ruhe etwas störte.
Ein am Nachmittag geplanter Ausflug in die Tropfsteinhöhle „Nonsuch Caves“ musste wegen dortiger Renovierungsarbeiten entfallen. Ersatzweise sollten wir an einem netten Strand bei Port Antonio, dem Frenchman´s Cave, verweilen. Bei Ankunft war dieser allerdings polizeilich abgeriegelt, da er für eine große private Party vermietet worden war. Also ging es zum Baden in die „Blaue Lagune“, einem genauso idyllischen wie durch Besuche zahlreicher Promis berühmten Ort. Das von üppig grünen Klippen umgebene tiefblaue Wasser fühlt sich beim Schwimmen mal warm und mal eiskalt an - ganz interessant.
| Blaue Lagune
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Am Abend nahmen wir Kurs auf das Hotel Jamaica Palace. Dieses war, entsprechend dem bisherigen Verlauf, wieder eine Kategorie nobler als die bisherigen. Man hatte einen traumhaften Blick über eine Bucht, im tropischen Garten befand sich ein Pool in Form der Landkarte von Jamaika. Ein extrem lautes Vogel-Gezwitscher stellte sich als Lärm von Pfeif-Fröschen heraus (von denen wir bis dahin gar nicht wussten, dass es sie gibt). Nach ein paar Bier an der Bar (eines sollte 7 DM kosten, was uns doch etwas schockierte) schliefen wir das erstmals in unserem Leben in einem Rundbett (wobei wir allerdings nichts Außergewöhnliches erlebten).
5. Tag: Port Antonio – Frenchman´s Cave - Dunn´s River Falls - Ocho Rios
Am Vormittag statteten wir dem gestern gesperrten Strandbereich (Frenchman´s Cave) einen Besuch ab. Die Aufräumarbeiten waren in vollem Gange, so dass wir schließlich unseren Badestop in dieser traumhaften Bucht noch einschieben konnten.  | Frenchmans's Cave
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| Bucht bei Port Antonio
| Dunn's River Falls
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Anschließend folgte eine kurze Besichtigung der Stadt Port Antonio, auf der Weiterfahrt nach Ocho Rios folgten Stops in einer Kunsthandwerkstätte und einer Bananen-Plantage.
Ziel für den Nachmittag waren die Dunn´s River Falls, ein berühmter Stufen-Wasserfall, den man von unten nach oben erklimmen kann. Eine Invasion von Menschen (ähnlich einem Ameisenhaufen), in welche man zwangsläufig geriet, trübte den Spaß ein wenig.
Die letzte Übernachtung der Rundreise erfolgte im Sandcastles Resort, welches auch ganz in Ordnung war.
6. Tag: Fahrt zum Sunset Beach Resort
Zum Abschluss folgte eine ausgiebige Bus-Fahrt in unser Anschlusshotel Sunset Beach Resort nahe Montego Bay. Die Begrüßung durch einen heftigen Gewitterregen war mit ausreichend Zeit zum Auspacken und Eingewöhnen verbunden.
Anschließender Bade-Urlaub im Sunset Beach Resort & Spa
 | | Montego Bay bei Sonnenuntergang |
Das Hotel erschien uns insgesamt etwas zu groß, zu anonym und zu überlaufen von Fastfood- süchtigen Amerikanern. Entsprechend formal und unpersönlich war auch das Service-Personal. Die Spezialitäten- Restaurants waren nicht unbedingt empfehlenswert (ungemütlich und nicht besonders schmackhaft).
Der palmenlose (und damit weniger karibisch anmutende) Strand war nicht besonders feinsandig, im Wasser musste man auf See-Igel achten.
In der näheren Umgebung gab es nicht allzu viel zu entdecken: schräg gegenüber vom Hotel ein kleiner Yacht-Hafen, auf dem Weg nach Montego Bay das Marqueritaville (Carribean Bar and Grill) - ein schrill buntes Erlebnis-Restaurant mit Badegelegenheit in herrlich türkisfarbenem Wasser. Fazit:
Rückblickend war Jamaika ein schöner Urlaub. Speziell die immergrüne Landschaft ist traumhaft. Einen Badeurlaub würden wir beim nächsten Mal aber eher in Negril machen – die Gegend dort ist sicher sehr viel reizvoller als die um Montego Bay.
Die angeblich immer coolen Leute mit dem Lebensmotto „no problem mon“ haben wir selten getroffen, Einblicke in die Kultur (Vorführungen von Reggae-Musik, Fotos von Einheimischen) gab es nur gegen Geld, wobei sich die Höhe der Trinkgelder an den Vorgaben des Reiseleiters orientieren sollte (welcher am Ende der Rundreise auch für sich selbst ein nicht unbeträchtliches Sümmchen vorgab).
Vom Preis-Leistungs-Verhältnis her heißt das Urteil eindeutig überteuert, so dass wir dieses Reiseziel nicht unbedingt noch mal ansteuern würden.
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